Beeindruckt von der Gesamtbilanz, die der Vereinsvorsitzende Stefan Walther vor seinem Rückblick auf das vergangene Jahr zog, würdigte Oberbürgermeister Andreas Henke (Linke) das große Engagement des Fördervereins und die Spendenbereitschaft der Sponsoren. Dadurch würden nicht nur Ausrüstung für die Ortswehren beschafft und damit die Stadt entlastet, sondern auch Beachtliches geleistet zur Unterstützung der Kinder- und Jugendfeuerwehren.

Zuvor hatte Stefan Walter Zahlen und Fakten aufgelistet. So ist die Mitgliederzahl von 20 bei der Gründung auf aktuell 207 und zehn Firmenmitglieder angewachsen. In den zwei Jahrzehnten wurden 194.000 Euro eingenommen, wovon unter anderem 180.000 Euro für die Aktiven in den Ortswehren – 50.000 Euro für die Kinder und Jugend, 11.000 Euro für die Partnerschaften, 7000 Euro für die Altersabteilung und 12.000 Euro für den Feuerwehr-Löschtrabi – ausgegeben wurden.

Dank dieser Summen konnten alle Wehren mit Laptops, Beamern und Leinwänden ausgerüstet werden. Die aktiven Kameraden bekamen Sommereinsatzjacken, Schutzhandschuhe, Wärmestrahler, T-Shirts, Hebewerkzeuge, Rettungsmesser und Nebelmaschinen, die Kinder- und Jugendwehren Zelte und Pavillons, Brandschutz-, und Notfallkoffer, Feuerwehrjacken und das Maskottchen „Grisus“. Für den Feuerwehrwettkampf „Löschangriff Nass“ wurden verschiedene Geräte wie Kupplungen, Strahlrohre, Schläuche, Behältnisse und Zielgeräte finanziert.

Feuerwehrleute erhalten Helmlampen

Finanziell unterstützt wurden Kinder- und Jugendzeltlager, Kameradschaftstreffen, Orientierungsmärsche, Bowling-, Film- bzw. Kegelnachmittage, Weihnachtsfeste und Jubiläumsfeiern. Außerdem gab es Unterstützung bei der Verschönerung und Ausstattung der Feuerwehrobjekte. Die Auflistung aller Leistungen war damit noch nicht beendet.

„Um solche Umfänge realisieren zu können, reichen die Mitgliedsbeiträge bei weitem nicht aus. Die Haupteinnahmen stammen von Sponsoren, von denen uns die meisten schon seit Jahren unterstützen“, erklärte Stefan Walther und sagte den Sponsoren Dank für Geld- und Sachspenden.

33 Sponsoren hätten dazu beigetragen, dass im Jahr 2017 mit 14.402 Euro die bislang größte Summe finanzieller und materieller Mittel seit Vereinsgründung zusammenkam. Bereits auf der letzten Jahreshauptversammlung habe man sich darauf verständigt, 2017 Geld anzusparen für eine größere Anschaffung, die 2018 realisiert wird: Alle 200 Feuerwehrfrauen und -männer bekommen Helmlampen für insgesamt mehr als 14.000 Euro. Deshalb gab es im Vorjahr nur T-Shirts für die Mannschaft der Wache und eine Magnettafel für die FFW Emersleben.

Förderung des Feuerwehrnachwuchses

An Zuwendungen für die Kinder- und Jugendfeuerwehren wurde aber nicht gespart. Die Jugendzeltlager, ein Kinobesuch, das Jubiläum 20 Jahre Jugendfeuerwehr Klein Quenstedt und das Jahresabschlussfest der Kinder- und Jugendfeuerwehr Emersleben und Halberstadt wurden unterstützt. Einen Zuschuss gab es auch für die Flossfahrt der Wachbereitschaft und für die Fahrt der Altersabteilung zu den Wolfsburger Kameraden.

Für das Jubiläum im kommenden Mai plant der Verein kein Fest. Das Geld wolle man auch 2018 wie gewohnt für die Unterstützung der Kinder- und Jugendfeuerwehren in allen Ortsteilen verwenden. „Wir werden weiterhin Sponsorengelder einwerben, denn auch künftig möchten wir die Beschaffung ausgewählter Ausrüstungsgegenstände für die Ortswehren, die Arbeit der Altersabteilung und Ruheständler sowie Aktivitäten der freiwilligen Feuerwehren unterstützen“, so der Vereinschef.

Athenstedts Wehrleiter Michael Wissel dankte im Namen aller Ortswehren dem Förderverein und den Sponsoren für deren lobenswerte Unterstützung.

Langensteins Ortswehrleiter Sebastian Rindert schloss sich dem Dank an und sagte: „Es ist schön, dass wir entscheiden können, was besorgt werden soll. Das ist sehr sinnvoll.“

Tino Haake, Prokurist der Sicherheits-Service Halberstadt GmbH (SSH), bemerkte, dass sein Unternehmen den Beitrag für 2018 verdoppelt habe und regte an, dass durch den Vereinsvorstand nicht nur Fördermittel von den Sponsoren eingeworben, sondern diese auch als Mitglieder gewonnen werden sollten, um die ­Identität, das Wir-Gefühl, zu fördern.

Abschließend dankte Stefan Walther dem Vorstand, den Kassenprüfern Elke Hoffmann und Martin Rapmund sowie dem Küchenteam Ariane und Enrico Holz, der Wache und „allen, die für unseren Verein zum Wohle der Feuerwehren ihr Bestes gegeben haben“.

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Der Vorstand des Halberstädter Feuerwehr-Fördervereins "Sankt Florian" präsentiert den Mitgliedern und Sponsoren Helmlampen, mit denen der Förderverein 200 Feuerwehrleute ausstattet: Harald Böer, Hubertus Baer, Stefan Walther, SSH-Prokurist Tino Haake, Physiotherapeutin Eva Rupp, Gerhard Wolff, E-Center-Marktleiter Michael Altzschner, Oberbürgermeister Andreas Henke und Frauke Weiß (von links). Foto: Gerald Eggert